Pulverbeschichtung ist ein Veredelungsprozess, das heißt, die Oberfläche ist das Produkt. Ein Kratzer auf einer beschichteten Platte ist kein kosmetisches Problem. Er ist ein Ausschuss. Aus diesem Grund achten Metallveredler genau darauf, was ihre Teile berührt, nachdem sie aus dem Ofen kommen.


    Eine Veredelungswerkstatt, mit der wir gesprochen haben, beschichtet Architekturplatten, Halterungen und kleine gefertigte Rahmen. Ihre Produktion geht an Baustellen und andere Hersteller. Die Teile werden auf Gestellen gestapelt und in Kartons versendet.


    Ihre alte Verpackungsmethode war Schaumstofffolie, von Hand aufgebracht. Sie funktionierte, war aber langsam, und der Schaumstoff neigte dazu, auf frisch beschichteten Oberflächen Markierungen zu hinterlassen, wenn die Teile zu früh nach dem Abkühlen verpackt wurden. Auch der Abfall missfiel ihnen – Schaumstofffolie ist nicht recycelbar und nahm erheblichen Behälterplatz ein.


    Der Wechsel kam nach einem Gespräch mit einem benachbarten Betrieb, der eine Aircosan-Maschine für einen anderen Zweck nutzte. Der Veredler kaufte eine P30, die 55 cm Breite und bis zu 10 mm Stärke bei 10 Metern pro Minute verarbeitet. Sie steht am Ende der Packbank.


    Das Netz wird jetzt als Oberflächenschicht zwischen beschichteten Teilen verwendet. Es wird zwischen Platten gelegt und locker um Halterungen gewickelt. Da das Netz weich und leicht federnd ist, drückt es nicht hart gegen die Beschichtung. Es lässt auch Luft zirkulieren, was zählt, wenn Teile warm verpackt werden.


    Der Werkstattleiter nannte zwei praktische Punkte. Erstens sollte das Netz nicht allein für schwere Teile verwendet werden – es komprimiert unter Last, eine Grundschicht aus Karton ist also weiterhin nötig. Zweitens produziert die Maschine sehr wenig Staub, was in einer Veredelungsumgebung zählt, in der jedes Partikel eine Beschichtung ruinieren kann.


    Die Kosteneinsparungen wurden als erheblich, aber zweitrangig beschrieben. Der Hauptgewinn waren weniger Ausschüsse durch Oberflächenschäden und schnelleres Packen, weil das manuelle Umwickeln mit Schaumstoff der langsamste Schritt im Prozess war.


    Aircosan baut diese Maschinen im eigenen Werk, einschließlich Einheiten bis 120 cm Breite. Der Werkstattleiter erwähnte dies als Zusicherung, dass die kleinere Maschine von Leuten entworfen wurde, die industrielle Veredelung verstehen.