Der Aircosan P50 sitzt in einer ungewöhnlichen Position. Er ist der Einstieg in die industrielle Kartonverarbeitung, aber auch die Maschine, über die viele Betriebe nie hinauswachsen. Gespräche mit drei verschiedenen Anwendern machen das deutlich.
Der erste ist ein Metallverarbeiter in Sheffield. Sie versenden Halterungen, Rahmen und kleine geschweißte Baugruppen. Ihr Problem waren Oberflächenschäden: Metallteile zerkratzten sich gegenseitig beim Transport. Vor dem P50 wurde alles einzeln umwickelt. Jetzt läuft der eingehende Karton mit 18 Metern pro Minute durch die Maschine, und das Netz dient als Trennschicht. Die Teile kommen sauber an. Der Arbeitsaufwand pro Sendung sank um rund vierzig Prozent.
Der zweite ist ein mittelgroßes E-Commerce-Fulfillment-Center bei Manchester. Ihr Problem war die Hochsaison. Jeden November verdreifachte sich der Verbrauch an Füllmaterial, und der Lieferant konnte nicht immer mithalten. Der P50 verarbeitet 55 cm Breite und bis zu 15 mm Stärke, was die meisten ihrer eingehenden Kartons abdeckt. In der Spitzenzeit läuft die Maschine nahezu durchgehend. Sie sagten uns, die Amortisationszeit liege unter fünf Monaten – allein durch die Einsparungen beim Füllmaterial.
Der dritte ist ein Verpackungsdienstleister, der Kunden aus mehreren Branchen betreut. Sie brauchten Flexibilität mehr als Volumen. Der P50 wurde ihre Standardmaschine, weil er leichtes und schweres Kartonmaterial ohne Umstellung verarbeitet und weil der Output so gleichmäßig ist, dass sie Kunden den Materialverbrauch pro Kartongröße nennen können.
Drei sehr unterschiedliche Betriebe, eine Maschine. Das ist kein Zufall. Aircosan baut den P50 im eigenen Werk und fertigt dort auch Einheiten bis 120 cm Breite. Die Konstruktion der größeren Maschinen fließt in die kleineren ein.
Ein paar praktische Beobachtungen, die in allen drei Gesprächen auftauchten. Die Maschine braucht eine ordentliche Stromversorgung, keinen geteilten Stromkreis. Die Klingenprüfung sollte wöchentlich erfolgen, nicht monatlich. Und der Karton muss einigermaßen sauber sein: Klammern und Klebeband sollten vorher entfernt werden, sonst leiden die Klingen.
Keiner der drei Anwender bezeichnete die Maschine als perfekt. Alle drei nannten sie zuverlässig. In der industriellen Verpackung ist das meist das, worauf es am meisten ankommt.